Flotter Start in den Herbst

Endinger Vororchester und Jugendkapelle unterhalten beim Serenadenkonzert zum Ferienende.

ENDINGEN. Zum Einstieg ins neue Schuljahr haben Vororchester und Jugendkapelle der Stadtmusik im Bürgerhaus musiziert. Die Vorbereitung fürs Serenadenkonzert fiel in die Ferien, dennoch waren die jungen Musiker am Sonntagabend mit Eifer bei der Sache und unterhielten ihre Gäste bestens.

Für Stadtmusikdirektor Martin Baumgartner ist der traditionelle Termin am letzten Sonntag der Ferien Wagnis und Chance zugleich. Die Ungewissheit: Nicht alle jungen Musiker sind rechtzeitig zu den Proben aus dem Urlaub zurück. Der Vorteil: Mit Blick aufs Konzert wurden die Instrumente auch mal in den Ferien ausgepackt. Das Vororchester war am Sonntag mit 16 Mitgliedern dünn, aber ausreichend besetzt. Das Jugendorchester präsentierte sich mit mehr als 40 jungen Leuten bestens vorbereitetet für einen guten Klang. Jugendleiter Christoph Leon übernahm die Begrüßung, die Ansage der Stücke gab es aus den Reihen der Musiker.

Das Vororchester begann mit einem kurzen Kirchenlied, einer beruhigend langsamen Melodie. Dann ging es aber gleich mit Trommelwirbel und den festlichen Blasmusiktönen des "Harrowgate Festival" weiter. Klarinetten und Querflöten meisterten ihre Solostellen im dritten Stück mit dem Titel "Doo-Wahdixieland". Der "Coconut Song", ein Lied aus Afrika, endete mit einem schönen Schluss: Musikalisch wurde so der Feierabend nach der Kokosnussernte angekündigt, das Vororchester würdigte mit voller Aufmerksamkeit und Freude die letzten Töne.

Die Jugendkapelle zeigte schon bei ihrem ersten Stück "Shackelford Banks" Klangfülle und Tempo. Die Jungmusiker aus Endingen, den Ortsteilen und Forchheim hatten sich gut vorbereitet und überzeugten mit "The Spirit of Killian Hill" und "The Rocky Road to Dublin". Weiter ging es mit "Star Wars: The Force awakens", einem recht anspruchsvollen Stück für das Jugendorchester, bei dem die jeweiligen Register abwechselnd im Mittelpunkt standen und das Tempo wechselte. Beschwingt und fröhlich spielte das Jugendorchester zum Schluss den Konzertmarsch "Broadway". Nach dem zackigen Schlusston war der Beifall groß und der Ruf nach Zugabe fehlte nicht. Die gab es mit einer ganz besonderen Leistung: Es ging noch einmal auf den Broadway, diesmal aber in einer atemberaubend schnellen Version.

 

Artikel von Ilona Hüge aus der Badischen Zeitung vom 15. September 2016

 

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