Der Tag der schrägen Töne

Große Resonanz beim Instrumenten-Schnuppertag für geplante Bläserklasse der Grundschule.

ENDINGEN. Am Dienstagnachmittag war in der Endinger Grundschule am Erle der Tag der schrägen Töne und strahlenden Gesichter. Aus fast jedem Raum im Erdgeschoss fiepte und tönte es, mal hoch, mal tief – meistens schräg. Und das hatte seinen Grund: Lehrer der Stadtmusik und Stadtmusikdirektor Martin Baumgartner hatten jede Menge Instrumente mitgebracht, die die Zweitklässler für die künftige Bläserklasse ausprobieren konnten – und dies taten sie mit großer Begeisterung.

Zur Erinnerung: Vom kommenden Schuljahr an soll es an der Grundschule eine Bläserklasse geben,und dass die zustande kommen wird, daran zweifelte am Dienstag eigentlich niemand mehr. Rund 20 Kinder waren schon kurz nach 16.30 Uhr in Begleitung ihrer Eltern in die Schule gekommen, um in Gruppen die einzelnen Instrumente kennenzulernen. Trompete, Horn, Schlagzeug, Klarinette, Saxophon, Tuba – jedes Kind konnte jedes Instrument in die Hand nehmen und versuchen, einen Ton hervorzubringen, was meistens gelang und die Kindergesichter zum Strahlen brachte. Die Instrumentenlehrer schauten genau hin, ob das Instrument auch für das jeweilige Kind geeignet war.

Bis Weihnachten etwa erhalten die Kinder Einzelunterricht, danach sollen die kleinen Bläser in einem Orchester zusammengeführt werden. Auch wenn ein Kind schon über musikalische Grundkenntnisse verfügt, erlernen die Kinder in ihren Gruppen das Instrument von der Pike auf. Die Bläserklasse wird später dann von dem Musikpädagogen Michiel Oldenkamp unterrichtet, der an verschiedenen Schulen tätig ist und verschiedene Orchester dirigiert.

Der gemeinsame Unterricht der Bläserklasse wird in den Stundenplan integriert und wird auch in der Schule erfolgen. "Wir wollen, dass das Orchester an der Schule präsent ist", betonte Konrektorin Ingrid Nutto, die die Koordination an der Schule übernommen hat. Die Kinder bezahlen einen monatlichen Beitrag für die Teilnahme an der Bläserklasse, die Instrumente werden von der Stadtmusik gestellt. Die Instrumente sind übrigens kindgerecht, so dass die Kinder auch gut damit klar kommen.

Auch Martin Baumgartner und Michiel Oldenkamp freuten sich über das rege Interesse der Kinder und der Eltern. Denn gemeinsames Musizieren mache jede Menge Spaß und fördere dazu noch Konzentration und Kreativität.

Artikel von Ruth Seitz aus der Badischen Zeitung vom 14. Juli 2017

 

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