18 000 Euro für Bläserklasse

Stattliche finanzielle Starthilfe für neues Angebot an der Grundschule am Erle in Endingen.

ENDINGEN. Spenden über 18 000 Euro und viele interessierte Kinder – die Bläserklasse an der Grundschule am Erle kann plangemäß im kommenden Schuljahr starten. Mit 10 000 Euro unterstützen Winfried, Karin und Michael Wirth das Projekt, 5000 Euro spendet die Fischer Holding, 3000 Euro steuert Endingens Bürgermeister Hans-Joachim Schwarz bei.

Am Samstagmorgen übergaben Winfried und Karin Wirth, Eberhard Fischer und Bürgermeister Schwarz in der Schule ihre Spenden und konnten sich über viele strahlende Gesichter freuen. Konrektorin Ingrid Nutto, selbst aktive Musikerin, freute sich riesig, als sie die Gäste begrüßte: "Sie sind heute alle hier, um uns bei etwas ganz Besonderem zu unterstützen." Eine Bläserklasse sei ohne die geeigneten Instrumente nicht denkbar. Durch die Spenden könne das Vorhaben nun realisiert werden. Alle freuten sich, künftig eine Bläserklasse an der Schule zu haben, zumal nicht alle Kinder die Chance hätten, ein Instrument zu erlernen. Gemeinsames Musizieren fördere das Miteinander, die Kreativität und schule den Umgang miteinander, verhelfe einfach zu einem gemeinsamen Erfolgserlebnis.

Ingrid Nutto hatte zur Spendenübergabe spontan fünf Viertklässler gebeten, die kleine Feier musikalisch zu umrahmen, und die Gäste freuten sich über die Musik der Kinder, die alle schon seit geraumer Zeit ein Instrument spielen.

"In unserer Stadt wird an jeder Ecke Musik gemacht", betonte Bürgermeister Schwarz und verwies auf das Zupforchester in Kiechlinsbergen, den Harmonikaspielring, den Spielmannszug und die Stadtmusik. Er sei ein Befürworter der Bläserklasse, weil dadurch zum einen mehr Musik an die Schule gebracht werde, zum anderen sei dies ein attraktives Element bei der Ganztagesschule. Ein Satz Instrumente für eine Bläserklasse koste eine stolze Summe, deshalb freue er sich über die Unterstützung der Spender. Der Bürgermeister selbst hatte eine Tuba für die Bläserklasse gespendet.

Winfried Wirth erklärte, er habe fünf Enkelkinder. Er wolle der Stadt und der Schule "etwas zurückgeben". 3000 Euro seien bei der Stadtmusik ohnehin schon versprochen gewesen. Er freue sich, auf diese Weise nun gemeinsam mit seiner Tochter Karin und seinem Sohn Michael die Bläserklasse unterstützen zu können.

Auch Eberhard Fischer lobte den Ansatz, Kindern schon früh ein Instrument nahezubringen. Es zahle sich immer aus, wenn man Kinder an die Hand nehme und eine Instrumentenausbildung sei eine wertvolle und schöne Sache. Auch das Üben sei eine wichtige Zeit, die man mit sich selbst verbringe. Angesichts des riesigen Freizeitangebots sei es schlüssig, die Kinder über die Schule für ein Instrument zu gewinnen. Er hoffe auf große Nachhaltigkeit, betonte Fischer.

Martin Baumgartner, Dirigent der Stadtmusik freute sich über das Interesse der Kinder und Eltern an der Bläserklasse und betonte, mit Michiel Oldenkamp den idealen Lehrer mit jeder Menge Erfahrung für die Endinger Bläserklasse gefunden zu haben. Auch er bedankte sich bei den Spendern und bei Ingrid Nutto die Koordinatorin und Ansprechpartnerin in der Schule in Sachen Bläserklasse ist. Die Instrumente sind Eigentum der Stadt und während des Gebrauchs auch versichert.

Artikel von Ruth Seitz aus der Badischen Zeitung vom 19. Juli 2017

 

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